Jelena und Saya - Im Fangkörpersitz gelähmt

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Moderator: Verseau

Jelena und Saya - Im Fangkörpersitz gelähmt

Beitragvon Sarah B. am So 22. Apr 2012, 22:32

[Ich fasse hier mal die Infos zu dem Schicksal von Jelena und ihrer Familie zusammen, weil wir ja immer wieder Neuen davon berichten wollen. Herzlichen Dank an Jelena, dass sie Ihr Schicksal mit uns geteilt hat, um anderen Eltern aufzuzeigen, welche Gefahren das Vorwärtsfahren (auch in einem Fangkörpersitz!) mit sich bringt.- Sarah]

Hier Jelenas Eingangspost in unserer Facebookgruppe:

"Guten Morgen,

ich möchte mich nun auch endlich vorstellen. Mein Name ist, wie man lesen kann, Jelena. Ich bin 32 Jahre alt und stolze Mutter zweier Töchter. Saya ist drei Jahre und Mila zehn Monate alt.Seit kurzem fährt Mila im BeSafe Izi combi x3 und seither sind unsere Fahrten wieder stressfrei. In der Babyschale hat es ihr so gar nicht mehr gefallen.Ich bin übrigens die Mama, deren Tochter nach einem Frontalcrash so gravierende Verletzungen davongetragen hat.Passiert ist das damals in einem kiddy infinity pro. Wir haben uns damals für den Sitz mit den besten Testergebnissen entschieden, weil wir es nicht besser wussten.Ich finde es toll eine so engagierte Gruppe gefunden zu haben, denn kein Kind soll solch ein Schicksal erleiden müssen, nur weil Eltern es nicht besser wissen.

Hier hat Jelena den Unfallhergang beschrieben:

Der Unfall ereignete sich am 15.09.2009. Saya und ich waren auf dem Weg von der Krabbelgruppe nach Hause. Die Strecke beträgt nur 3 km. [Sie war ca. 70km/h schnell und hat auf 40km/h runtergebremst.] Es hat sehr stark geregnet. Kurz hinter der Ortschaft musste ich bremsen, weil mein Vordermann abbiegen wollte. Das Fahrzeug ist sofort ausgebrochen. Erst schlingerte es hin und her, fuhr ein Stück über den seitlichen Grünstreifen und knallte dann direkt vor eine kleine Mauer, die einen Feldweg befestigt.Soviel zum Unfallgeschehen. An viele Details kann ich mich leider nicht erinnern.

-ich hab panische Angst, dass Saya gestorben ist, weil sie erst gar keinen Ton von sich gibt
-einige Zeit später weint Saya ein bißchen, ist dann aber wieder ruhig
-ein anderes Fahrzeug hält an und ein Mann kommt zu uns ans Auto
-ich schreie ihn an, dass er Saya aus dem Auto holen soll
-der Mann ruft Polizei und Rettungswagen
-anschließend holt er Saya aus dem Auto und übergibt sie an eine Krabbelgruppenmutter, die die gleiche Strecke fährt und gesehen hat, dass unser Auto im Graben liegt.
-die Polizei und zwei Rettungswagen treffen ein
-meine Mutter kommt ebenfalls, die Krabbelgruppenmutter hat sie telefonisch informiert
-Saya wird in den RTW gebracht und von meiner Mutter begleitet
-Saya wird als Erste untersucht, da sie sich nicht äußern kann
-wenige Minuten später kommt der Notarzt und sagt mir, mit Saya sei alles in ordnung, nur ein Zahn sei ein wenig lose. Man wolle sie aber trotzdem mit ins KH nehmen und von dort sollte meine Mutter sie mit nach Hause nehmen
-wir fahren ins Klinikum Detmold
-ich liege im Untersuchungsraum als eine Ärztin mit Saya kommt und mir sagt, dass alles ok wäre und sie solange bis meine Mutter einen Parkplatz gefunden hätte auf sie aufpassen würde ( Ich weiß bis heute nicht, warum man mich auf den Kopf gestellt hat und bei Saya erst gar nix machen wollte. Am Unfallort hat sie die beine noch bewegt. Das hat wohl die Ärzte in die Irre geführt)
-ich sage der Ärztin, dass mit Saya etwas nicht stimmt, weil sie nur wimmert. Das kenne ich nicht von ihr.
-aus der benachbarten Kinderklinik wird ein Kinderarzt gerufen
-ich bin grad beim Röntgen, als mir mitgeteilt wird, dass Saya ihre Beine nicht mehr bewegt und dass einige relevante reflexe ausgefallen sind
-es werden mir zwei Möglichkeiten genannt: Rückenmarkserschütterung mit reversiblen Symptomen oder Rückenmarksprellung mit sehr wahrscheinlich irreversiblen Symptomen
-um genaueres feststellen zu können, muss man Saya unter Narkose ins MRT schieben
-Diagnose Flexions/Distraktionstrauma mit transdiskaler Luxation in Höhe C5-C6, Zerreißen des Längsbandes, Myeloneinblutung HWK6-BWK1 mit schlaffer Lähmung
-da die Fraktur stabilisiert werden muss und ein solcher Eingriff in Detmold nicht möglich ist, wird ein Rettungshubschrauber angefordert, der Saya an die medizinische Hochschule Hannover verlegt.
-abends folgt der Anruf des Unfallchirurgen, der Saya operieren wird. Ihre verletzung sei eine absolute Rarität und der Eingriff nicht ganz ungefährlich. Er ist der Erste, der uns sagt, dass ein Querschnitt vorliegt
-ich muss über Nacht in der Klinik bleiben, weil ich starke Kopfschmerzen habe und mein Blutdruck sehr niedrig ist.
-mein Mann fährt mit meiner Schwester nach hannover, um bei Saya zu sein, wenn sie aus dem OP kommt
-mitten in der Nacht ist die OP beendet. Mein Mann ruft an und teilt mir mit, dass die OP gut verlaufen ist und Saya nun einen Halo-Fixateur trägt, um den Kopf absolut ruhig zu stellen.
-Saya bekommt eine Langzeitnarkose (künstliches Koma ) wegen der starken Schmerzen
- zu der Wirbelfraktur kommt eine Prellung der Lunge und eine Rippenserienfraktur. Es bildet sich ein Pleuraerguss, der punktiert werden muss
-am nächsten Tag soll Tubus entfernt werden, damit die Stimmbänder nicht leiden
-der Tubus kann nicht entfernt werden, weil Saya nicht hustet. Über drei Wochen wird sich herausstellen, dass der Hustenreflex ausgefallen ist und Saya eine insuffiziente Atmung hat. Weil Saya dadurch nicht in der Lage ist, eine ausreichende Bronchialtoilette durchzuführen sprich Sekrete etc. abzuhusten wird am 5.10. ein Tracheostoma angelegt und in dem Zug der Halo-Fixateur gegen eine steife Halskrawatte getauscht. Weiterhin kann sie nicht von der Beatmung genommen werden und braucht sehr viel Sauerstoff. Es wird ein Heimbeatmungsgerät für sie bestellt, weil nicht klar ist, ob sie jemals ohne Beatmung auskommen wird
-am 7.10. wird im Rahmen einer untersuchung festgestellt, dass Saya ihre Blase nicht vollständig entleeren kann und sehr viel Restharn in der Blase verbleibt. Das bedeutet, dass künftig der Urin alle 3-4 Stunden per Einmalkatheterisierung abgelassen werden muss
-der Darm ist ebefalls träge und es bedarf täglicher abführender Maßnahmen
-weiterhin wird festgestellt, dass Saya an einer Anhidrose leidet. Das bedeutet, dass sie nicht mehr schwitzen kann und ihr Körper bei höheren Temperaturen stark aufheizt. Bis 40,4 °C ging sie hoch ohne einen Infekt zu haben. Saya wird fast durchgehend mit Eisbeuteln gekühlt
-am 13.10.09 wird Saya nach Kassel zur Frühreha verlegt
-Diagnosen bei Entlassung aus Hannover:->Flexions-/Distraktionstrauma der HWS mit transdiskaler Luxation in Höhe C5-C6 und Zerreißen des Längsbandes-> Myeloneinblutung HWK6-BWK1 mit schlaffer Lähmung der unteren Extremität-> Lungenkontusion rechts mit rechtsseitigem Pleuraerguss und Oberlappenatelektase rechts-> Rippenserienfraktur rechtsTemperaturstörung mit intermittierend febrilen Temperaturen bei Anhidrose-> Tracheostoma und Abhängigkeit vom Respirator ( Langzeitbeatmung ) bei inssufizientem Hustenstoß und oberflächlicher Spontanatmung-> Blasenentleerungsstörung im Sinne einer Überlaufblase-> ausgeprägter Meteorismus und DarmträgheitEs sei gesagt, dass Saya, so blöd es auch klingt, noch sehr viel Glück gehabt hat. Ihr Gehirn hat keinen Schaden genommen und sie kann ihre Hände ganz normal gebrauchen, was nicht ganz selbstverständlich ist.

-In Kassel konnte Saya erfolgreich in ganz kleinen Schritten von der Beatmung entwöhnt werden
-sie brauchte dort vom ersten Tag an keinen Sauerstoff mehr
-als Saya vier Wochen ohne Beatmung auskommt, wird die Trachealkanüle entfernt. Diverse Infekte haben das ganze sehr hinausgezögert
-als ohne Kanüle keine Probleme auftreten werden wir am 23.3.10 nach Hause entlassen

Es bleiben neben den bekannten Diagnosen sehr viele Folgeprobleme. Da Saya nicht laufen kann, werden ihre Knochen ähnlich wie bei einer Osteoporose instabil. Sie bricht sich innerhalb eines 3/4-Jahres 4x den Oberschenkel und muss mehrmals für mehrere Wochen einen Gips tragen.Bereits 4x musste sie wegen einen Lungenentzündung bzw. Bronchitis im Krankenhaus behandelt werden. Sie kann zum Husten ihre Bauchmuskeln nicht nutzen und deshalb kann sie zwar Sekret abhusten, aber nicht immer ausreichend, was dann wiederum dazu führt, dass sie nicht genug Sauerstoff im Blut hat."

Und hier schreibt Jelena nochmal mehr zu der heutigen Situation:

"Ich wollte meiner Vorstellung doch noch etwas anmerken. Es kam ja die Frage auf, wie es Saya heutzutage geht und ich wollte nun doch etwas konkreter darauf eingehen, nicht dass es so aufgefasst wird, als wäre alles wieder in Ordnung.Die unmittelbaren Unfallfolgen wurden ja bereits aufgelistet.Heutzutage ist es so, dass die Frakturen im HWS-Bereich, sowie die der Rippen wieder verheilt sind. Die Schädigung des Rückenmarks ist aber da. Bei Saya besteht nach wie vor eine schlaffe Lähmung beider Beine. Sprich, sie ist auf einen Rollstuhl angewiesen. Ihr Blase muss alle 3-4 Stunden per Katheter entleert werden. Die Temperaturstörung und die Unfähigkeit zu schwitzen besteht auch weiterhin. Diese ist die unberechenbarste Folge des Unfalls. Bie hochsommerlichen Temperaturen können wir mit Saya nicht nach draußen gehen, da sich ihr Körper sofort auf teilweise über 39°C aufheizt. Müssen wir doch mal raus haben immer eine Sprühfalsche mit Wasser dabei, um sie einzusprühen und so abzukühlen. Ihr Kinderzimmer ist mit einer Klimaanlage ausgestattet. Im Winter haben wir das Problem, dass sie ruckzuck unterkühlt. Wenn wir mit ihr raus wollen, müssen wir erstmal einiges an Vorbereitungen treffen. Den Fußsack mit einer Wärmflasche vorwärmen etc.pp. Diese ist wirklich die lästigste Begleiterscheinung.Von der Beatmung konnte Saya glücklicherweise entwöhnt werden und auch der Luftröhrenschnitt ist verschlossen. Jedoch bereitet ihr jeder Atemwegsinfekt große Probleme. Aufgrund des hohen Querschnitts ist sie nicht in der Lage, ihre Bauchmuskeln zum abhusten zu nutzen. Sie verschleimt dann immer mehr, was zur Folge hat, dass sie nicht genügend Sauerstoff bekommt. Im Oktober musste sie bereits 2x wegen einer Bronchitis stationär behandelt werden.Es ist also mitnichten so, dass sie "nur" nicht laufen kann. Das Leben mit einem querschnittgelähmten Kind ist deutlich teurer als der teuerste Reboarder, von dem Zeitaufwand mal ganz zu schweigen..."

[Hier einige relevante Antworten, einige habe ich weggelassen]

MSR: Hab Ihr denn etwas gegen den Hersteller unternommen? Klage? Haben die sich nicht geäußert?

Jelena: Gegen den Hersteller wurde bislang nichts unternommen. Das ganze geht bislang zu Lasten der Kfz-Versicherung. Die müssen lebenslang für jede erdenkliche Schadensfolge aufkommen. Ich könnte aber beizeiten noch unseren Anwalt fragen. Er müsste wissen, ob man noch gegen den Hersteller etwas unternehmen kann. Er ist ja auf Personenschäden spezialisiert. Geäußert hat sich der Hersteller bislang nicht...

BW: Nicht mal geäußert? Unglaublich!

BB: Ich weiß nicht, WIE weit in die Öffentlichkeit du gehen magst, aber diese Geschichte müßte man eigentlich mal in der "Eltern" oder ähnliche bringen.

Jelena: Wir würden so weit soweit an die Öffentlichkeit, wie es uns möglich ist. Für uns ist es immer etwas schwierig, etwas anzuleiern, da wir sehr häufig mit Saya unterwegs sind. Therapien etc....

Jelena: Ja S., du hast so Recht, was die Spontanität angeht. Was die Stärke angeht... Damals nach dem Unfall haben viele zu mir gesagt, dass sie nicht verstehen könnten, dass ich schon wieder so normal sein kann. Es gab für mich nur zwei Möglichkeiten. Mich in ein Schneckenhaus zurückziehen und aufgeben, oder das Beste aus unserer Situation zu machen und Saya ein weitestgehend normales Leben zu ermöglichen. Aus dem Grund hat Saya auch vor zehn Monaten eine kleine Schwester bekommen. Wir wollten nie ein Einzelkind und natürlich ist es nicht zuletzt auch schön, ein gesundes Kind aufwachsen zu sehen, dass uns in die Arme läuft, wenn man sie ausstreckt. Manche Tage sind aber auch ganz schlimm. Die Tage, an denen der Unfall sich jährt oder wenn Saya abends im Bett liegt und sagt:"Mama, wenn ich ganz groß bin, dann möchte ich auch gerne so laufen wie du." Gewissen Dingen kann ich auch nur mit Galgenhumor begegnen. Der kommt mit der Zeit automatisch.
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Re: Jelena und Saya - Im Fangkörpersitz gelähmt

Beitragvon Verseau am Mi 25. Apr 2012, 10:29

:'(
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Re: Jelena und Saya - Im Fangkörpersitz gelähmt

Beitragvon Mephistia am Mo 9. Jul 2012, 15:17

Habe gerade diesen Artikel gesehen und ich heule wie ein Schlosshund. Es tut mir so leid.

ich wünsche euch und eurer Familie auch weiterhin ganz viel Kraft!!!!
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Re: Jelena und Saya - Im Fangkörpersitz gelähmt

Beitragvon EniDi am Fr 3. Aug 2012, 21:45

Auch ich habe den Artikel gerade gelesen und bin am Heulen! Zum Glück lese ich den Artikel erst heute, wo unsere Reboarder ankamen und eingebaut wurden. Heute Morgen noch fuhr meine Tochter im Kiddy!!! :o

Ich wünsche Jelena und ihrer Familie alles erdenklich Gute! Danke, dass Ihr Euere tragische Geschichte öffentlich macht, um anderen Kindern dieses Schicksal zu ersparen! Hut ab vor Euch! Alles Gute!!!
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Re: Jelena und Saya - Im Fangkörpersitz gelähmt

Beitragvon *Reboard_Mama* am Sa 25. Aug 2012, 21:23

Oh mein Gott! Das ist ja furchtbar! Man denkt immer "UNS passiert so was nicht!" Wenn man von solchen Schicksalen liest, dann ist man plötzlich SO nah an der Geschichte dran, dass man am liebsten weinen und schreien möchte! :cry:

Das, was ich als wichtigste Passage mit aus dem Artikel nehmen möchte, ist folgender Satz:

Das Leben mit einem querschnittgelähmten Kind ist deutlich teurer als der teuerste Reboarder, von dem Zeitaufwand mal ganz zu schweigen...


Ich selber bin schwerbehindert und habe einen Schaden an zwei Wirbelsäulenabschnitten und weiß, wie hart das Leben damit ist. Ich mag nicht im Geringsten darüber nachdenken, was es heißt, ein querschnittsgelähmtes Kind zu haben.

Ich wünsche Jelena, Saya und dem Rest der Familie alles erdenklich Gute!
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Re: Jelena und Saya - Im Fangkörpersitz gelähmt

Beitragvon Securité am Sa 25. Aug 2012, 23:51

Liebe Reboard-Mama! Darf ich fragen, ob deine Schäden von einem Unfall herrühren?
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Re: Jelena und Saya - Im Fangkörpersitz gelähmt

Beitragvon *Reboard_Mama* am So 26. Aug 2012, 12:53

Natürlich darfst du fragen. Ich hatte bisher einen einzigen Autounfall, der auch recht schwer war, mit dreifachem Überschlag. Aber daher rührt mein Wirbelsäulenschaden nicht. Ich habe einen Gendefekt, der sich Ehlers-Danlos-Syndrom nennt. Seit meiner Schwangerschaft in 2010 ist es stetig schlechter geworden, bis Anfang diesen Jahres der tiefste Tiefpunkt von meinem Gesundheitszustand erreicht war. Ich musste lernen, komplett umzudenken. Eine kaputte Wirbelsäule und Haushalt und Kind sind keine gute Kombination. Aber was bleibt einem übrig? Man lernt damit zu leben. Erst weint man viel, aber irgendwann denkt man sich: Willst du wirklich, dass dein Schicksal dich beherrscht oder willst du dein Schicksal in die Hand nehmen und etwas aus deinem Leben machen? Ich habe mich für Letzteres entschieden, auch wenn es nicht immer leicht ist.

Aber ich wollte auch nicht abschweifen. Hier geht es ja um Jelena und Saya. Und das soll auch so bleiben. :-)
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Re: Jelena und Saya - Im Fangkörpersitz gelähmt

Beitragvon Securité am So 26. Aug 2012, 14:10

Ich wünsche dir alles Gute in deiner Situation, Reboard-Mama. :-) Du bist sicher eine sehr taffe Frau.
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Re: Jelena und Saya - Im Fangkörpersitz gelähmt

Beitragvon mikamami am Sa 29. Dez 2012, 14:13

hallo jelena, vielen dank für deinen bericht. habe grad weinen müssen. ich hoffe du und deine familie habt einen weg gefunden das beste aus der situation zu machen. ich informiere mich gerade über reboarder und werde auch einen solchen für meinen sohn anschaffen. du hast mir meine unsicherheit genommen. schade daß in deutschland sowenig über reboarder aufgeklärt wird. vielen dank dir und alles gute
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Re: Jelena und Saya - Im Fangkörpersitz gelähmt

Beitragvon engelsziege am Di 29. Jan 2013, 11:55

Ohje das ist ja schrecklich. Alles Gute für Euch !
Ich habe mich auch dazu entschlossen meinen Sohn rückwärts fahren zu lassen und bin froh hier gelandet zu sein !

LG
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