Wenn vorwärtsgerichtete Sitze so gefährlich wären

ja, aber ... wer kennt das nicht?
Sammelt und tauscht die besten Argumente ...

Moderatoren: Jule85, Verseau

Re: Wenn vorwärtsgerichtete Sitze so gefährlich wären

Beitragvon Enaira am Mi 26. Jun 2013, 22:49

Und zu Thema Vorverlagerung: warum falsches Jahrhundert?? Klar halten die Gurte das Kind im Sitz - mal mehr mal weniger (gibt ja auch Billigschrott). Aber mit Gurt gesicherte Sitze bewegen sich, schon allein wegen der Verformung des Gurtes. Und wenn der Sitz dann nicht 100% korrekt installiert wird (siehe ADAC) dann verlagert sich der gesamte Sitz inkl. Kind nach vorn. Wenn du dir das nicht vorstellen kannst, dann schau dieses Video (aus diesem jahrhundert) mal an. Es ist schon krass, wie die Sitze bei Belastung reagieren. Wenn man solche Videos nicht kennt, glaubt man das nicht. Schau einfach mal und sage mir dann, warum vorwärts besser ist und warum es nicht in dieses Jahrundert gehört von Vorverlagerung zu sprechen. DANKE

http://www.youtube.com/watch?v=isy01F0ufns&list=PL1JEM4rDQJd-fdYSGV_KxaU8k54YUt6q4&index=9
Charlotte fährt rückwärts? Aber sicher! *04/2009
Axkid Kidzofix im Toyota Avensis und Kidzone im Auris

Mitglied im Reboard-Kindersitze e.V.
Unterstütze uns durch einen klick
Benutzeravatar
Enaira
 
Beiträge: 255
Registriert: Do 13. Okt 2011, 20:52
Wohnort: Ostsachsen
Kindersitz(e): Axkid Kidzone und Kidzofix

Re: Wenn vorwärtsgerichtete Sitze so gefährlich wären

Beitragvon Mr. Spock am Do 27. Jun 2013, 20:37

Der ADAC bewertet die Kindersitze in dynamischen Test (Front und Seite), in dem die unterschiedlichen Kinderdummys ausgewertet werden. Die Belastungen auf den Kopf (Beschleunigung, HIC), Hals (Kraft, Moment) und Brust (Beschleunigung) werden gemessen und nach einem bestimmten Maßstab bewertet. Hinzu kommt das Thema Kopfvorverlagerung, da dieses Kriterium wie bereits mehrfach geschrieben, ebenfalls wichtig ist.

Jeder Sitz, egal ob vorwärts oder rückwärts, hat seine speziellen Eigenschaften und der Vorteil der rückwärts gerichteten Sitze ist die geringe Halsbelastung. Durch die Gewichtung der einzelnen Messwerte und den anderen Kriterien wie Einbau usw. wird ein Gesamturteil festgelegt. Die Stiftung Warentest macht z.B. aus den selben Tests ebenfalls eine eigene Gesamtbewertung.

Je nachdem, wie die einzelnen Testinstitute nun den Schwerpunkt setzen, so ergibt sich ein Ergebnisverlauf. In Skandinavien ist (zum Glück) seit Jahren ganz klar die rückwärts gerichtete Beförderung aus Sicherheitssicht am höchsten bewertet- was in den geringen Anzahl der Verletzten bzw. Getöteten Kleinkinder bis 4 Jahre zu sehen ist. Wenn das mal kein Beweis ist.

Die Messmittel und -methoden sind den Ansprüchen des 21. Jahrhunderts entsprechend. Aber natürlich gibt es auch hier Optimierungspotenzial. Daher entwickeln Kindersitz- und Fahrzeughersteller immer weiter, auch die Testinstitute passen sich neuen Erkenntnissen an und die Gesetzgebung wird auch verändert.

Diese Aussagen sind u.a. Erkenntnisse der "Protection of Children in Cars", der internationalen Kindersicherheitskonferenz. Die Zusammenfassung stammt von mir.
Mr. Spock
 
Beiträge: 71
Registriert: Fr 14. Jun 2013, 21:35

Vorherige

Zurück zu Die großen ABERs

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron