Übelkeit

zum Thema Autokindersitze und speziell zum Thema Reboard

Moderator: Verseau

Übelkeit

Beitragvon DuZo am Di 22. Sep 2015, 20:21

Hallo zusammen,

meine Kleine ist jetzt 14 Monate und für mich war recht schnell klar, dass ich einen Reboarder nehme. Daher habe ich vor 3 Monaten einen Römer Max-Fix II gekauft.
Wir fahren extrem selten Auto und sie hat sich bereits in letzter Zeit in der Babyschale immer übergeben müssen. Trotzdem habe ich mich für einen Reboarder entschieden, weil ich gehofft hatte, dass sich das Problem durch das aufrechte Sitzen vielleicht gibt. Leider hat sie bereits bei der 2. Fahrt den Sitz "eingeweiht". Nun war ich eigentlich schon so weit, dass ich mir einen anderen Sitz bestellt habe und den Reboarder verkaufen will, da das Autofahren so der blanke Stress für alle ist.
Habt Ihr evtl Tips, was ich machen könnte, damit ihr nicht so übel wird??
Allerdings vertrage ich selbst Rückwärtsfahren auch nicht...
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Re: Übelkeit

Beitragvon FloZi am Mi 23. Sep 2015, 20:00

Nicht zu große Mahlzeiten, gerade wenn lange Fahrten anstehen;Keine Milchprodukte vor der Fahrt; Die Seitenscheiben abhängen;Musik zur Ablenkung; Akkupressurarmband(Sea Band);Kopfstützen abnehmen.


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Re: Übelkeit

Beitragvon LillyK am Do 24. Sep 2015, 09:53

Die Übelkeit kommt daher, dass der Gleichgewichtssinn irritiert wird. Das ist bei Kindern häufig der Fall, wenn sie sich z.B. zu sehr auf ein Buch oder ein Spielzeug konzentrieren. Häufig wird z.B. auch Erwachsenen schlecht, wenn sie während der Fahrt versuchen zu lesen. Ich würde deshalb nicht mit zu viel Spielzeug um das Kind herumwedeln, mit dem sie spielen soll. Wir nehmen meistens nur ein Kuscheltier, eine Rassel und einen Beissring, wenn gerade gezahnt wird. Bücher gar nicht. Eure ist jetzt schon ein paar Monate älter und Rassel da gar nicht mehr angesagt (ist bei uns auch langsam out), aber vielleicht gibt es ein anderes Spielzeug, das sie mag wo sie dann aber nicht ewig draufstarrt.

Der Körper spürt die Fahrtbewegung, aber die Augen "sehen" sie nicht. Deshalb ist es zumindest bei größeren Kindern eigentlich eher hilfreich, wenn die Kinder aus dem Fenster gucken und sehen, wie sich das Auto bewegt. Da bieten sich dann spiele wie "wer sieht die meisten blauen Autos" an.
Wenn man das Fenster abhängt ist natürlich die Chance größer, dass das Kind schläft, womit die Übelkeit meistens auch erledigt wird ;) Wenn ihr selten fahrt ist sie das Auto nicht gewohnt und wahrscheinlich deshalb erst recht im Gleichgewichtssinn gestört davon.

Damit im Zusammenhang sollte der Fahrstil natürlich auch "gemäßigt" sein. Jetzt nicht bezogen auf die Geschwindigkeit, die merken die Kinder im Sitz nicht so stark, sondern eher dahingehend, dass man versucht ruckartige Bewegungen z.B. beim Spurwechsel zu vermeiden. Halt "sanft" fahren. Langsam anfahren, langsam bremsen und auf Autobahnen eher "dahingleiten", wie man so schön sagt.

Ansonsten sollte man, wie schon erwähnt etwas zu Essen geben (nicht nüchtern fahren) aber nur einen leichten Imbiss, nicht so dass sie vollgefressen ist.

Kindermusik hilft bei uns sehr gut zum Einschlafen und auf langen Strecken ist mir ein schlafendes Kind so oder so lieber als ein waches. Unserer ist fast 11 Monate, findet Autofahren aber schon immer okay und seit er im Reboarder - höher - sitzt und rausgucken kann erst recht. Wenn es geht würde ich trotzdem gerade längere Fahrten so timen, dass das Kind dann schläft. Letztes Mal sind wir z.B. nach dem Abendessen gefahren, wenn eh Schlafenszeit ist. Damit konnten wir gemütlich zwei Stunden fahren bevor wir Pause gemacht haben und er noch etwas rumrennen konnte.

Pausen sind im übrigen auch wichtig. Wenn Deiner Tochter immer schlecht wird, dann lange Strecken mit vielen Pausen planen. Ich weiß, das ist lästig und verlängert die Fahrt gern mal ums doppelte, weil man dann ja auch nicht nur 5 Minuten mal anhalten kann sondern schon 20 Minuten Pause machen sollte, wo die Kleinen rumrennen können. Aber es lenkt sie ab.

Wenn ihr nur so selten fahrt würde ich zu guter Letzt auch mal in der Apotheke fragen. Es gibt homöopatische Mittel (Zäpfchen, Pflaster, was auch immer), die bei Reiseübelkeit helfen. Ingwer soll da wohl ganz gut sein (gibt's als Tabletten und Kaugummi). Ich habe damit aber selbst keine Erfahrung mit unserem Sohn, da dem zum Glück (wir fahren täglich) bisher noch nie Probleme hatte. Allerdings weiß ich, dass mir als Kind auch ständig im Auto schlecht geworden ist und meine Eltern haben mir für längere Strecken dann immer Zäpfchen gegen Reiseübelkeit gegeben. Bei täglichen Fahrten würde ich das nicht machen, aber wenn ihr so extrem selten fahrt kann was homöopathisches, das für ihr Alter geeignet ist sicherlich nicht schaden.
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Re: Übelkeit

Beitragvon kursy am Di 29. Sep 2015, 14:09

Wir haben das gleiche Problem (aber egal ob vorwärts oder rückwärts). Rückwärts übergibt sie sich etwas schneller, aber auch im vorwärtsgerichteten Sitz passiert es. Auch wir fahren nur Langstrecke mit dem Auto, alles andere erledige ich hier mit dem Lastenfahrrad.
Jede Fahrt die länger als 20 min dauert, bringt unsere Tochter zum Übergeben. Es hat schon früh angefangen mit Unleidlichkeit in der Babyschale und wurde dann ab ungefähr mit 14 Monaten akut. Nun ist sie 2 1/2 Jahre alt

Das was uns gut geholfen hat:
- Homöopathische "Dauertherapie" , also nicht direkt vor der Fahrt sondern dauerhaft morgens und abends gegeben. Dafür waren wir aber auch wirklich bei einem Homöopathen, denn da hört die Rumprobiererei mit Homöopathie auch auf.
- Besuch beim Osteopathen bzw. Manualtherapeuten, Kopfgelenke waren blockiert. Nun ging es ein halbes Jahr total gut. Aktuell sind die Kopfgelenke aber wieder blockiert und das Übergeben beginnt nun wieder.
- SEA-Band, Scheiben abdecken, keine Bücher ansehen, kein Spielzeug, keine Milch vor der Fahrt, Vorwärtsfahren usw. haben bei uns nichts gebracht.
- Empfehlung vom Kinderarzt mit Zäpfchen haben wir noch nicht ausprobiert, finde es auch absolut indiskutabel für jede Autofahrt mein Kind mit Medikamenten vollzupumpen. Wir haben die Zäpfchen auf Anraten der Kinderärztin nur für den absoluten Notfall im Auto. Reisekaugummis gehen in dem Alter noch nicht, sollen aber ganz gut helfen.
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Re: Übelkeit

Beitragvon Maggy am Mo 10. Okt 2016, 16:52

Ich würde es noch 1-2 Mal ausprobieren mit dem Reboarder, wenn es dann immer noch nicht besser wird würde ich vielleicht eine Alternative kaufen. Ist zwar schade aber wenn das Kind damit nicht klar kommt sollte das meiner Meinung nach ein Grund sein einen anderen (ebenfalls hochwertigen) Sitz zu kaufen
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